Wie ich nach 20 Jahren verlassen wurde

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Wie ich nach 20 Jahren verlassen wurde

Wenn man heiratet, vielleicht so wie ich auch noch kirchlich, dann geht man eigentlich davon aus, dass das, was der Pastor dort in der Kirche sagt für immer gilt und von beiden Partnern respektiert und beachtet wird:

Bis dass der Tod Euch scheidet“.

Auch ich hatte diese Verpflichtung bei meiner Heirat vom Pastor vernommen und glaubt lange Zeit, dass sich nun jeder in der Beziehung daran halten würde und jeder jeweils versuchen würde, alles zu tun, damit die Beziehung gelingen würde.

So weit die Theorie, aber wie sah es dann in der Realität wirklich aus? Die Wirklichkeit sieht sehr oft leider ganz anders aus.

Es kommt immer alles heraus

Es gibt eine Redensart, die besagt: „Es kommt immer alles heraus“. Also jedes Geheimnis wird irgendwann offensichtlich und ist dann kein Geheimnis mehr. Wenn ein Partner den anderen betrügt, so wird auch dies irgendwann herauskommen, zumeist durch einen dummen Zufall.

Leider musste auch ich nach 20 Jahren Ehe erkennen, dass diese lateinische Redensart mehr als ein kleines Körnchen Wahrheit enthält, als ich meine damalige Frau „in flagranti“ erwischte.

 

Der Zusammenbruch

Unglücklicherweise war am „Tag danach“ für mich eine Dienstreise geplant, die ich nicht verschieben oder absagen konnte. Ich war also nicht in der Lage, mich in dem Moment um meine Seele zu kümmern. Stattdessen folgte ein anstrengender Tag in der Firma und dazu in einem fremden Umfeld. Ich war seelisch und emotional total am Boden zerstört. Ich fühlte mich hundeelend. War unendlich traurig. Ahnte wohl schon, was da noch auf mich zukommen würde.

Man sagt ja: „Kummer kann einem Menschen das Herz brechen.“ Und genau das passierte dann am Abend. Nach dem Dienst auf dem Weg ins Hotel merkte ich auf einmal, dass mit mir irgend etwas nicht stimmt. Wenig später wachte ich dann in einem Rettungswagen auf. Mein Körper hatte den Kummer nicht verkraftet und ich war zusammen gebrochen. Was war passiert? Mein Immunsystem war durch den Herzschmerz extrem geschwächt worden, so dass ein aggressives Virus in meinem Körper erheblichen Schaden anrichten konnte. Ich will jetzt hier nicht auf alles im Detail eingehen. Aber meine Gesundheit stand auf der Kippe und ich musste nun entscheiden, ob ich die Krankheit zulassen oder dagegen angehen wollte und ob ich mich dafür entscheiden wollte, weiter zu leben.

Ich entschied mich dafür, weiter zu leben. Hatte ich doch 4 Kinder die ich über alles liebte und die wollte ich nicht alleine lassen.

Ich weiß noch genau, wie sich dieser Tag angefühlt hatte. Es war ein Gefühl von Angst und Verzweiflung. Ich fühlte mich vollkommen dem Schicksal ausgeliefert und ohnmächtig. Ich fühlte mich als Verlierer und fragte mich, was ich falsch gemacht hatte.

Ich fühlte, dass ich massiv ausgenutzt worden war und es ging mir in diesem Moment emotional so schlecht wie noch nie.

Aber die seelischen Schmerzen überlagerten sich mit dem körperlichen Schmerz und ich glaubte, dass mein Leben nun am tiefsten möglichen Punkt angekommen sei.

Ich kam in dieser Zeit zu der Erkenntnis:

Schlechter kann es nun nicht mehr kommen“.

Ich schwor mir: Würde ich dies überleben und wieder gesund werden dann würde ich auch jede andere Herausforderung im Leben meistern können. Nichts würde mich mehr aufhalten können außer der Tod.

 

Die entscheidende Erkenntnis

Nach diesem Ereignis, von dem ich mich nur langsam erholte, kam dann eine gewisse Reue bei meiner Ex, die jedoch nicht lange anhielt. Ich musste in Folge anhand umfangreicher Korrespondenzen meiner Ex, die mir durch Zufall in die Hände fiel, leider feststellen, dass der Betrug kein Einzelfall war.

Das Erste was ich am Tage nach dieser entscheidenden Erkenntnis nun versuchte, war Hilfe zu organisieren. Ich erkundigte mich sofort nach einer Stelle, die „Mediationen“ durchführt. Eine Mediation hat den Sinn, die Partner wieder anzunähern, die Beziehung zu verbessern und so eventuell eine Ehe retten zu können. Ich wusste sofort, dass ich das alleine wohl nicht schaffen würde und vertraute voll dieser Institution.

Der Tag nach dieser „Erkenntnis“ warf nun in mir einige Fragen auf. Die erste war: „Warum?“. Ich konnte es überhaupt nicht verstehen. Ich hatte die Beziehung vorher eigentlich als „relativ gut“ empfunden.

Nun mich trieb zwar auch eine gewisse Unzufriedenheit um, aber ich hatte mich ja 20 Jahre zuvor für diese Frau entschieden und festgelegt. Gott hatte uns „zusammengefügt“ und wie heißt es doch so schön: „Was Gott zusammenfügt soll der Mensch nicht wieder trennen“.

Man ging eben Kompromisse ein und wie so oft drehte sich eben ganz viel um die Kinder und ein partnerschaftliches Zusammenleben fand eher am Rande statt.

 

Vergebliche Mühe

Die Hoffnungen in diese Mediation waren von meiner Seite aus gesehen sehr groß. Hoffte ich doch, den „Schlüssel“ für das offensichtliche Misslingen dieser Beziehung zu finden. Denn ich bin ein Mensch, der bereit ist, sich selbst zu ändern und nicht immer nur die Schuld beim Anderen zu suchen.

Ich hatte im Vorfeld nur gutes über eine Mediation gehört und ging so voller guter Hoffnung in die Gespräche. Leider wurde diese Hoffnung jedoch in kürzester Zeit zerstört.

Die Mediatoren fanden leider keinen Weg, die Bereitschaft zur Versöhnung auf beiden Seiten zu entfachen. Denn bereits in der ersten Minute des ersten Treffens gab meine Ex das Statement ab, dass sie nur gekommen sei, um die Beziehung gut auseinander zu bringen. Auch rangen die Mediatoren nicht um Kompromisse, die beide Seiten zufriedengestellt hätten.

Leider war die Veranstaltung somit zum Scheitern verurteilt und vollkommen verschwendete Zeit.

 

Was folgt daraus?

Sicher mag es Mediatoren geben, die gut und in der Lage sind, den Streithähnen die Krallen zu stutzen und iterativ gute Kompromisse herauszuarbeiten, auch wenn eine Partei nur noch den Wunsch nach Trennung in sich fühlt. Daher rate ich auch jedem dazu, es zu versuchen.

Aber wenn man merkt, dass die Mediatoren nicht zielgerichtet vorgehen, dann sollte man diese Veranstaltung abbrechen. Zum zielgerichteten Vorgehen gehört z.B. auch, dass beide Parteien zu konkreten Dingen verpflichtet werden, die beim Folgetreffen dann abgefragt werden. Es ist vollkommen klar, dass sich die Mediatoren da also zu erledigende Aufgaben für ein Folgetreffen notieren müssen. Tun sie dies nicht, nehmen sie ihren Job nicht wirklich ernst und sind am Ende aktiv beteiligt an der Zerstörung der Beziehung und können Dir als denjenigen, der die Trennung nicht will, überhaupt nicht weiter helfen. Die Mediation verkommt so zu einer „Schwatzbude“.

Leider gab es damals noch nicht solche Ratgeber wie den von John Alexander. Somit tappte ich vollkommen im Dunkeln was das Thema „Ex zurück“ anbelangte.

Hätte ich dieses Buch damals schon gelesen dann wäre mir vieles sehr viel klarer geworden.

Ich hätte so besser verstehen können, welche Fehler ich in der Beziehung gemacht hatte und was eine Beziehung wirklich auseinander treiben kann. Ich hätte wirklich praktische Tipps bekommen, wie ich mich und mein Leben verändern muss, um für Frauen wieder attraktiv zu werden.

Ich hätte sofort einen handfesten Plan gehabt, den ich hätte weiter verfolgen können anstatt weiter herum zu eiern.

Vor allem aber hätte ich aus diesem Ratgeber gelernt, dass es diese Frau nicht wert ist, um sie sich zurück zu wünschen.

Ich wäre mit diesem Ratgeber niemals in so ein tiefes, emotionales Loch gefallen, das mir fast das Leben gekostet hätte. Mein Immunsystem wäre dann auch sicher nicht so in den Keller gegangen und kein Virus hätte so leichtes Spiel gehabt.

 

Ratgeber John Alexander

(Klicke den Link)

 

 

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By | 2016-11-22T16:28:57+00:00 2. September 2015|Categories: Trennung verarbeiten|Tags: , , |20 Comments

20 Kommentare

  1. Zopiclon kaufen ohne Rezept 11. Januar 2017 um 00:38 Uhr- Antworten

    Hallo, mir hat Deine Webseite sehr gefallen, auf die ich heute durch Zufall gekommen bin. Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben! Freue mich natürlich immer auch auf einen Gegenbesuch bei mir.
    Weiterhin viel Erfolg mit Deiner Seite wünscht Dir Michael!

  2. Chris 16. September 2016 um 12:49 Uhr- Antworten

    Uli, alle Achtung, wie du deine Leser an deiner eigenen erschütternden Erfahrung teilhaben lässt. Jene Erfahrung, die dich letztlich stärker und weiser gemacht hat als du es in der Fortsetzung DIESER Beziehung in einer trügerischen Sicherheit jemals hättest erleben können. Dir alles Gute! Chris

  3. Daniela 29. August 2016 um 18:23 Uhr- Antworten

    Hallo,

    vielen Dank für diesen emotionalen und sehr privaten Beitrag. Ich finde es bemerkenswert, dass Du nach diesem Vorfall versucht hast das Ganze zu reparieren und nicht aufgegeben hast. Ich denke das zeichnet Dich als Mensch und auch als Teil dieser Beziehung aus. Aber Du hast auch richtig erkannt, dass es irgendwann keinen Sinn mehr macht und das du loslassen musst um nicht noch mehr Energie und Kraft in eine hoffnungslose Beziehung zu stecken. Ich hoffe heute hast Du Deinen Frieden damit gefunden!

    Viele Grüße aus Leipzig

  4. Klaus Sucher 13. August 2016 um 16:54 Uhr- Antworten

    Allein die Vorstellung, dass mir das mit meiner Frau auch passieren könnte, ist wie ein Tiefschlag in den Bauch. Wie sehr würde ich mit meinem Schmerz kämpfen müssen?

    Auf eine bestimmte Weise – nämlich mit dem Thema emotionales »Verdauen« – aber habe ich etwas Ähnliches wie Du erlebt. Nach einem schweren Herzinfarkt stand ich vor der Herausforderung, meine emotionalen Aufreger und schmerzlichen Verletzlicheiten besser in den Griff zu bekommen. Das habe ich mit der Zeit hingekriegt. Außerdem habe ich durch diese Arbeit – und zugegebenermaßen auch andere persönliche Arbeit – mein Herz vollständig wiederhergestellt.

    Ich schreibe das, weil ich überzeugt bin, dass auch Du diese Verletzheit in Stärke umwandeln kannst. Nichts ist ja so, wie es ist. Es ist immer so, wie wir es bewerten. Das ist eine Tatsache, die sich daraus ableitet, wie unser Gehirn funktioniert. Deshalb geht es bei alledem ums Loslassen, um eine neue, freiere Bewertung der Angelegenheit. Je besser das gelingt, desto freier, gelassener und toleranter wird man innerlich.

    Wünsche Dir, dass es Dir gelingt, besser mit der Sache umzugehen.

  5. Michael20 28. Mai 2016 um 11:52 Uhr- Antworten

    Sehr schön beschrieben von dir!
    Ich denke viele können sich hiermit identifizieren jedoch sollte man als starker und unabhängiger Mensch das beste aus egal welcher Situation machen und immer das positive und nicht das negative sehen.

    Ich wünsche allen ein erfülltes Leben.

    MfG

  6. Florentin 27. Mai 2016 um 03:10 Uhr- Antworten

    Super Artikel!

  7. Michi 13. April 2016 um 20:34 Uhr- Antworten

    So ist es. Leben geht weiter, Kopf hoch und mit offenen Augen durchs Leben gehen!

  8. xvideo 8. April 2016 um 06:19 Uhr- Antworten

    Deine Geschichte hat mich wirklich tief getroffen und ich kann so gut verstehen, was du fühlst oder gefühlt hast. Du kannst umso stolzer sein, wie gut du alles im Griff hast. Weiter so und Kopf hoch!
    Mehr Infos: http://ex-zurueck-profi.com/wie-ich-nach-20-jahren-verlassen-wurde/

  9. Rias 12. Februar 2016 um 10:00 Uhr- Antworten

    Es ist schwierig zu behaupten das man sich nicht verlieben soll oder die lieben an sich lassen, ich finde das ist von jeden seiner Persönlichkeit etwas abhängig. Einfach gesagt kommt man heutzutage im großen und ganzen als Arschloch besser durch das ist Traurig aber Wahr, denn das ist was ich immer wieder erlebe.

  10. Petro 3. Februar 2016 um 08:09 Uhr- Antworten

    Sehr Schöne Geschichte hat mir auch sehr gefallen, Bei meine Arbeit als einen Entrümpelungs- Team in Nordrhein-Westfalen Erlebt man eigentlich wie vergänglich alles ist, daher sehe ich das ganze auch von einen Anderen Blickwinkel.

  11. Lukas 19. Januar 2016 um 09:25 Uhr- Antworten

    Gerade nach einer so langen Zeit ist es schwierig sich wieder neu zu orientieren. Freundeskreise usw sind meistens sehr eingefahren und ziemlich pärchenbezogen. Um wieder neue Leute zu treffen, solltest du dich auch unter Menschen begeben. Das muss nicht immer die Kneipe sein, sondern überall wo sich Menschen begegnen. Tennisplatz, Schwimmbad oder vielleicht auch ein Urlaub

  12. Karsten 23. Dezember 2015 um 07:32 Uhr- Antworten

    Sehr anrührende Geschichte, vielen Dank dafür. Man weiß nie genau aus welchen Bewehgründen etwas geschieht, oder warum manche Dinge eine solche Entwicklung nehmen, fest steht nur das wir in einer Zeit leben die nicht gegensätzlicher sein könnte. Es gehen viele wichtige Aspekte einfach verloren, so etwas wie Familie oder wahre Freundschaft bleibt oftmals auf der Strecke. VG Karsten

  13. Johannes 20. Dezember 2015 um 15:12 Uhr- Antworten

    Gut geschrieben, konnte mich wirklich gut in deine Situation hineinversetzen. Jetzt heißt es erstmal Kopf hoch und erhobenen Hauptes durch das Leben marschieren. Du schaffst das, da glaube ich fest dran.

    Auch ich habe es geschafft, mich nach einer 10-jährigen Beziehung zu fangen und bin nun glücklich Vater von 2 wundervollen Kindern, die ich für nichts auf der Welt wieder hergeben würde.

  14. Gerald 15. Dezember 2015 um 13:45 Uhr- Antworten

    Ich finde mich in deiner Geschichte absolut wieder und ich kann dir sagen, dass die Zeit dir helfen wird. Versuche dir ein wirklich GANZ anderes Leben aufzubauen und du wirst sehen, wie schön die Welt doch sein kann.

  15. Florin 26. November 2015 um 20:29 Uhr- Antworten

    Manchmal ist ein solcher Neuanfang ja wirklich für so Einiges gut, aber im ersten Moment zieht es einem einfach nur den Boden unter den Füßen weg. Ich hoffe, dass es dir mittlerweile wieder so richtig gut geht. Bleib stark!

  16. Christoph 26. November 2015 um 20:24 Uhr- Antworten

    Deine Geschichte hat mich wirklich tief getroffen und ich kann so gut verstehen, was du fühlst oder gefühlt hast. Du kannst umso stolzer sein, wie gut du alles im Griff hast. Weiter so und Kopf hoch!

  17. Stefan 19. November 2015 um 15:52 Uhr- Antworten

    So schwierig es auch ist, ich glaube man sollte sich damit anfreunden, dass auch Liebe im Regelfall etwas ähnliches ist. Klar wir wollen alle den Partner für’s Leben finden und manche bleiben auch ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen. Aber die Meisten machen doch die Erfahrung das die Liebe in der Partnerschaft erlischt – Trennung hin oder her.
    Aus meiner Sicht, sollte man dann nicht zu lange den Kopf in den Sand stecken und sich auf die Suche machen, eine neue Partnerschaft zu finden.

  18. Maria 15. November 2015 um 21:37 Uhr- Antworten

    Ich denke auch, dass Abschottung die falsche Methode ist. Man sollte auch nach einer Trennung noch Gefühle und Emotionen zulassen. Natürlich ist man vorsichtiger, aber sonst kann man auch schwer entscheiden, ob man wirklich den richtigen gefunden hat. Man sollte „einfach“ versuchen, stets positiv zu denken und sich nicht unter Druck setzen lassen.

  19. Hanna-Lena 14. September 2015 um 14:51 Uhr- Antworten

    Mit ging es damals nach einer langjährigen Beziehung so ähnlich wie du es hier so eindrucksvoll beschrieben hast. Ich war fix und fertig und dachte mein Leben wäre zu Ende. Ich habe mich dann, nach einer ziemlich langen Phase der Selbstfindung, dazu entschlossen die Liebe nicht mehr ganz so tief an mich heran zu lassen. Dann ist auch das Gefühl der Hilflosigkeit nicht mehr ganz so stark. Denn was man nicht so stark geliebt hat, von dem trennt man sich leichter…

    • Uli 17. September 2015 um 21:02 Uhr- Antworten

      Hanna-Lena, ich persönlich denke nicht, dass man sich nach einer so großen Enttäuschung so sehr abschotten sollte. Natürlich muss man zurück sich selbst finden. Da kann man gut die Phase der Kontaktsperre nutzen. Jedoch macht es auf Dauer keinen Sinn, sich emotional bis in alle Ewigkeit einzuigeln. Es macht Sinn, aus der Beziehung zu lernen. Es macht Sinn, nach einer Trennung erst einmal für sich zu sein. Aber Hanna-Lena, Du suchst das große Glück und das wirst Du nur finden können, wenn Du Dich wieder ganz öffnen kannst. Ich weiß, das das lange dauern kann und schwierig ist. Aber es ist der winzige Weg. Natürlich wird man sich langsamer heran tasten, Schritt für Schritt. Man soll das ertragene Leid nicht vergessen oder ignorieren, aber man soll sich deswegen auch nicht vor einem neuen Glück verschließen. Denn das hast Du nicht verdient. Denn damit bestrafst Du Dich doch nur selbst. Denn das Leben geht auf jeden Fall weiter. Und auch wenn Du es jetzt nicht glauben magst, das neu Gefundene kann Dich viel glücklicher machen als das Verlorene. Daher ist es immer einen Versuch wert, sich wieder einzulassen. Aber sicher wird man länger prüfen bevor man sich bindet.

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